Monatsthema Individualität

Das Thema, das uns in den kommenden Wochen vom 16.03.2026 bis 17.04.2026 begleiten wird, beleuchtet das Erleben von Individualität an unserer Schule. Individualität – für uns weit mehr als nur ein Wort.

Doch was bedeutet Individualität eigentlich? Wir haben die Kinder gefragt. Zunächst war es für sie nur ein großes und abstraktes Wort, doch sehr schnell wurde klar, dass es das ist, was sie besonders macht.

Ihre Stärken und Talente: „Malen kann ich richtig gut!“

Ihr Lerntempo: „Schreiben kann ich richtig schnell, für das Rechnen brauche ich etwas mehr Zeit.“

Ihre Interessen: „Wale sind spannender als Märchen.“

Ihre Art zu lernen: „Ich verstehe etwas besser, wenn ich es anfassen kann.“

Ihre Gefühle und Bedürfnisse: „Manchmal brauche ich eine Pause und manchmal will ich weitermachen.“

Was bedeutet das für die Kinder und uns im konkreten Schulalltag?

Wenn Kinder im eigenen Tempo lernen dürfen, dann helfen keine starren Vorgaben, wann alle Kinder das Gleiche können müssen. Manche Kinder rechnen schon im ersten Schuljahr im Hunderterraum, andere üben noch im Zwanzigerraum und beides ist richtig.

Wir Pädagog*innen schauen genau hin: Was kann dieses Kind schon? Was braucht es als Nächstes? So erlebt jedes Kind Erfolgserlebnisse auf seinem eigenen Niveau.

Wenn Fehler Lernchancen sein sollen und Kinder sich trauen Neues auszuprobieren, dann müssen Fehler okay sein. Wir Pädagog*innen schauen gemeinsam mit jedem Kind, wie es richtig gehen kann.

Wenn ein Kind sich als Teil einer Gemeinschaft erlebt, dann zählt nicht Einzelkämpfertum, sondern zu erleben und zu lernen, dass jede*r etwas anderes gut kann, und dass genau das die Gemeinschaft stärkt. Sie helfen und bereichern sich gegenseitig, lernen voneinander und erleben wie spannend Unterschiedlichkeit sein kann.

Uns ist wichtig, dass die Kinder in ihrem Tempo wachsen dürfen, ihre Fähigkeiten entdecken und Verantwortung für ihr Lernen übernehmen dürfen.

Für uns ist Individualität nicht nur ein Wort, sondern gelebte Praxis im Schulalltag. Die Kinder spiegeln uns täglich, ob und wie das glückt.